Mittwoch, 10. November 2010

Wenn ihr gerade einen Knall gehört habt, das war mein Laptop....

Liebe Lea, liebe Nora,

Hallo, Flora am Apparat. Naja, eher am Maschinchen. Auf jedenfall, ich bin's.
Geht es euch auch immer so, dass ihr erst immer überhaupt keine Ahnung habt, was ihr schreiben sollt, aber wenn ihr erst mal an die tausend Wörter geschrieben habt, dann hat man das Gefühl, mindestens nochmal schreiben zu müssen... So geht es mir jedenfalls immer. Also fange ich heute mal mit dem Datum an......
Sorry, blöde Idee, ich hab keine Ahnung, was heute für ein Tag ist.... Mittwoch im November.... ach, und Tinchen ist nicht da, die macht, genau wie ihr gerade ihre ersten richtigen Auslandserfahrungen far, far away.
Mit ihr sind Thekla und Lisl und Jakob und Frauke und Max und einige aus der elften Klasse. Das bringt mich auch darauf, wie ich meinen Bericht von heute beginnen kann:
Mit dem Anfang.
Wir hatten heute nämlich erste und zweite Stunde französisch (ich habe irgenwie das Gefühl, ich schreib das immer, aber diese Information ist einfach mal nicht entbehrbar...) und ich hatte wieder mal das Problem, das niemand da war, der mir Leim und Locher ausleihen konnte. Da wurde es mir wieder schlagartig bewusst: Tinchen ist nicht da. Und ihr wart auch nicht da. Aber Gott sei Dank hab ich mich an eure Abwesenheit als potetielle Leimspender schon etwas gewöhnt. Jedenfalls von praktischer Seite her, von menschlicher (Leim-)Seite seid ihr einfach nicht zu vergenssen. Was würde ich darum geben, mal wieder einen Locher von euch ausgeliehen zu bekommen... der Akt des Locher gebens allein wäre schon ein echtes Highlight in meinem sonst so traurigen Leben.... Nein, ich übertreibe, aber ihr wisst was gemeint ist.
Kleiner Zwischenstand: Bis jetzt wurden ca. 384 Wörter geschrieben.
Zur Verabschiedung bitte ca. 689 Wörter nach unten scrollen!
Also, ich hatte also keinen Locher und keinen Leim, was mich dazu verleitete, diesen kleinen, gemeinen Schnipsel zu nehmen +++++ etwa so+++++ und dann
.....Achtung, die nächste Zeile ist wegen ihres eventuell gewaltverherrlichenden Inhalts für Kinder unter 15 Jahren und Lehrer ab 35 Jahren nicht geeignet....
RÜST-RABIAT UND FREUDIG-JAUCHZEND IN MEINEN HEFTER ZU SPIEßEN.
So, jetzt hab ich auch meinen, nicht ganz geringen, Unwillen gegen die Welt und das Leben herausgelassen und werde ab jetzt ganz artig sein.
Wusstet ihr, dass mein Z in der Tastatur hängt? Das nervt total, weil ich immer aufpassen muss, dass es auch Z schreibt, wenn ein Z nötig, als Z geschrieben zu werden.
Okay, ich bin noch nicht einmal über die ersten zwei Stunden unseres heutigen Tages hinaus, also das kann noch dauern....
Wenden wir uns wieder WICHTIGEREN Dingen zu, in diesem Fall, das ist die Ironie des Schicksals, Französisch.
Nach der Blatt-in Hefter-Stich-mit viel-Blut-Atacke, war der Tag ja eigentlich schon gelaufen. Und dann schreibt uns die Liebe Frau Srovik (jetzt ist sie also schon so lieb, das ich sie sogar groß schreibe. Das ist mir gar nicht aufgefallen, kam ganz automatisch, ehrlich!).... also, Frau Srovick (wie wird sie jetzt geschrieben?), Frau Sruwyck schreibt dann noch gefühlte 2 Seiten an die Tafel als Übungen für den Test.
Einmal übernehmen bitte.
Hier wurde etwas hinausgekürzt, da sonst die Ladekapazität dieses multifunktionellen, bewegbaren Speichermoduls leider überschritten worden wäre.
Also, machen wir lieber weiter mit Musik.
Ich habe keine Ahnung, ob das schon jemand vor mir geschrieben  hat, weil ich mir die Einträge immer durchlese, nachdem ich meinen eigenen geschrieben habe, also sag ich euch es jetzt auf die Gefahr hin, dass es schon jemand anders erzählt hat: Wir machen gerade Klassenorchester. Naja, eher Klassen-Klavier-Schlagwerk-und-Bläserorchester-mit-selten-zu-hörenden-Zupfinstrumentalen-Zwischenspielen-Orchester. Ach, und Thekla und Louisa singen.
Um die heutige Situation schildern zu können: Karo war nicht da, die ist nach 5 Zusammenbrüchen in der Schule an einem tag endlich mal zu Hause geblieben. Jakob war nicht da,. Lisl war nicht da. Tine war nicht da. Thekla war nicht da. Nora war nicht da. Lea war nicht da. Tilly war nicht da.
Was braucht ein Orchester UNBEDINGT?
Einen soliden Hintergrund, auf den es aufbauen kann, also Schlagwerk. Lisl spielt Xylophon.
Zu dem soliden Hintergrund gehört auch der begleitende Kontrapunkt, der das Orchster unterstützt und Tonarten angibt, also die Begleitung. Jakob sitzt am E-Bass. Nora spielt Klavier.
Die melodieführenden Stimmen, die das zu speilende Stück tragen, also Blas- und Streichinstrumente. Lea streicht Geige. Tine spielt Oboe. Karo bläst Querflöte. Tilly auch (also in dem Fall Tenorflöte).
Und natürlich die Solostimme, die Melodie spielt und dem Einheitsklang die richtige Note, das i-Tüpfelchen gibt. Thekla singt aus Leibeskräften.
Ihr werdet euch fragen: Wer war denn überhaupt anwesend?
Nun, diese Frage ist leicht zu beantworten. Ich zum Beispiel, die ich seit Jahren die gleichen Stücke spiele und einfach nur SCHLECHT bin. Oder Louisa, die toll singen kann, aber leider, leider KRANK ist.
Also, trotz dieser erdrückenden Prognosen haben wir das ganze dann doch noch ganz würdevoll über die Bühne gebracht und auch viel Spaß gehabt, wie zum Beispiel, als mir mitten im Lied "Noting else matters" von Metalica die Demomusik meines E-Pianos anging. Den Rest könnt ihr euch denken...
Kleiner Zwischenstand: Sie haben ca. 583 Wörter geschrieben +++Wehe, ihr zählt das nach!+++ und sind laut Google-Prognose dabei, die nächsten 5oo in den verbleibenden 30 Minuten zu schreiben.
Haha! Die haben sich verschäzt, vonwegen, zur Verabschiedung 689 Wörter nach unten zu scrollen!
Jaja, und nach Musik hatten wir dann SelbstständingMathe. Ich bin sehr stolz auf mich und hab sogar schon angefangenabzuschreiben. Mann, die Funktion ist cool!
Joja, den Rest der zwei Stunden SelbstständingMathe (ich mach das gern =) ) haben wir dann in der Caffe verbracht und uns im Nein-ich-kaufe-mir.jetzt-keine-Schokolade-Training geübt. Und ich war die beste! ich hab es drei Minuten länger als Susa ausgehalten, aber dann mussten doch die 75 Cent für einen Twix dran glauben. Schon komisch, ich esse das so oft und weiß noch nicht einmal, wie es geschrieben wird... Okay, ich schweife ab.
Nach unserem Training hatten wir dann zu guter Letzt noch Geschichte. Und da hat Hannah einen furchtbartollen, nein, Spaß muss sein, ich mein das nicht ernst Hannah, das hat sich nur gerade angeboten, ich meine natürlich einen fuchrtbartollen Vortrag von Hannah über Mao Zedong gehört. Den chineschischischen Diktator gehört. Leider war Frau Törnel aber krank und konnte die Meisterleistung nicht mehr honorieren, weil sie uns stattdessen eher Schluss geben musste. Aber von mir würdest du eine 1 bekommen, Hannah!
Ja, und dann war Schule in dem Sinne auch schon wieder vorbei. Es folgte noch ein Zahnarztbesuch, der aber...
Dieser Teil wurde erneut zur Kürzung herausgelassen
... Mann, ich wollte den gar nicht so lang schreiben!
Nagut, ihr habts gehört, euch wird der Teil über den Zustand meiner Zähner erspart und wir gehen gleich zu mir nach Hause weiter.
Zu Hause hab ich den Computer ca. 17:00 Uhr angeschaltet und seitdem nicht mehr verlassen. Nein, ich zocke nicht, sondern ich habe einfach zu viele offizielle Mails zu schreiben und, Unterlagen auszufüllen, Sachen zu organisieren, Vorträge zu erarbeiten. Ich habe keine Ahnung, wie das Leute hinbekommen, die noch ins Orchester, zum Tanzen und zu Russchisch gehen.
Womit wir beim Auslandsjahr angekommen wären. Ich fasse es kurz, sonst müsste ich hier weitere zehn Seiten Schreiben: Ich bin gerade dabei, ein Motivationsschreiben zu verfassen, in dem ich erkläre, seit wievielen Jahren ich schon Kantonesisch lerne und wie ich mit mein Auslandsjahr in Honkong vorstelle. Und ich überlege, ob ich mich VERBINDLICH für ein Auslandsjahr in Thailand anmelde. Wie ihr seht, in den letzten 3 Monaten habe ich meinen Horizont erweitert und mich offen für alles Neue gemacht.
Eigentlich brauche ich da ja gar kein Auslandsjahr mehr, oder?
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Also, ihr habts gehört, ich muss wieder mal Schluss machen, obwohl ich mich gerade erst warm geschrieben habe. Außerdem ruft mich mein Bruder zum essen.
ICh möchte euch sagen, ich habe euch lieb, und zwar alle, alle beide und ich hoffe ihr habt einen schönen Tag gehabt, tolles, französische Essen zum Abendbrot gegessen und sitzt jetzt satt und zufriedend und leicht schmatzend an eurem Laptop und lest meinen kleinen Bericht von heute. Verzeiht, wenn ich ein- oder zwei kleine Fehlerchen gemacht habe, oder mal wieder die Grammatik durcheinander gehaut habe. Letztendlich geht es ja auch eigentlich nur darum, euch zu sagen, dass wir alle an euch denken, das wir euch nicht vergessen haben und uns schon soooo freuen, euch endlich, in 2 Monaten in die Arme zu schließen.
Selbstzerstörung wird nun eingeleitet

So, das bringt mich zu meinem letzten Punkt, und zwar umärmel ich euch jetzt ganz lieb und+++++ACHTUNG+++++DENK JETZT FEST AN EUCH++++++SPÜRT IHRS?++++++
und dann sende ich jetzt zwei Luftküsschen 1500 km Richtung Norden..... und ......JETZT.....
Noch 20 Sekunden bis zur Selbstzerstörung
müsst ihr ganz schnell zum Fenster rennen, und wenn ihr schnell genug seid, dann streckt ihr die Hand aus dem Fenster und fangt den Luftkuss aus der Nacht!

Ich habe euch lieb ihr beiden, bis....
KRAAAAAWUUUUUUMMMMMMM!

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